Header_Standard.jpg




CHRISTIAN UNSER

IM

INTERVIEW MIT "FVM-ONLINE"

 

FVM-ONLINE: Hallo Chris, danke dass du die ein bisschen Zeit für dieses Interview nimmst!

CHRIS: Gerne doch.

 

FVM-ONLINE: Sportlich gesehen scheint der FVM seine Talfahrt überwunden zu haben. Was sind deiner Meinung nach die Hauptgründe?

CHRIS: Ja das stimmt, sportlich gesehen waren es 3 schwierige Jahre nach dem Abstieg aus der Bezirksliga. 3 Mal ist man einem weiteren Abstieg in die Kreisliga B gerade noch entgangen. Das lag u.a. aber auch daran, dass nach dem Abstieg auf einmal eine ganz junge Truppe beisammen war, die zum Teil keine bis nur geringe Erfahrungen im Seniorenbereich hatte und sich Spieler in der Verantwortung wiedergefunden haben, die sie so vorher nicht kannten. Allerdings ist der Ausdruck sportliche Talfahrt meiner Meinung nach nur unzureichend der passens, da er mir zu sehr negativ belegt ist. Zurückblickend auf die vergangenen 3 Jahre wird mir zu oft davon gesprochen, dass man fast abgestiegen wäre und ein schlechter Fußball gespielt wurde. Viel passender wäre es, wenn man den Fokus auf den Klassenerhalt legen würde. Man hat 3 Jahre lang die Klasse gehalten obwohl die Umstände und die Rahmenbedingungen suboptimal waren und aus den bestehenden Gegebenheiten das Maximum herausgeholt. Folglich würde ich mich an dieser Stelle gerne auch nochmals bei allen Spielern bedanken, die es trotz aller Schwierigkeiten im Umfeld etc. es geschafft haben, immer wieder die Klasse zu halten, was für den gesamten Verein und die weitere Entwicklung eminent wichtig war. Dass es nun so gut läuft liegt natürlich eng mit der Rückkehr der Spieler zusammen, die nach dem Abstieg neue Herausforderungen gesucht haben und den Kader nun wieder qualitativ verstärken. Wir haben somit einen sehr breiten und heterogenen Kader und einen sehr harten Konkurrenzkampf der die einzelnen Spieler immer wieder aufs neue herausfordert.Dazu kommt, dass wir mit Dubbi einen ehemaligen Bundesligaprofi als Trainer bekommen haben, von dessen Fachwissen und Erfahrungen die Mannschaft ebenso profitiert wie von seiner professionellen Vorbereitung auf die jeweiligen Gegner. Dies alles gibt natürlich dem gesamten Verein einen Aufschwung und eine Dynamik in deren Zusammenhang sich auch wieder mehr Leute für die Mannschaft und den FVM interessieren und sich einbringen. Ich denke da kommen einfach viele Ding zusammen was zu diesem positiven Trend führt. Um es mit Aristoteles' Worten zu sagen: "Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile"

FVM-ONLINE:Aktuell steht man ganz oben in der Tabelle, glaubst du, dass dies zum Ende der Saison ebenfalls so sein wird?

CHRIS: Ziel und Vorgabe zu Beginn der Saison war eine Platzierung zwischen 1 und 5. Man konnte ja auch nicht wissen, wie schnell diese Mannschaft zusammenfindet und harmoniert. Nun ist man Herbstmeister und konnte feststellen, dass man durchaus in der Lage ist die Meisterschaft zu gewinnen. Man musste jedoch ebenso feststellen, dass der Aufstieg mit Sicherheit kein Selbstläufer wird. Die Niederlage gegen den m.E. stärksten Konkurrenten aus Ötigheim und die Unentschieden gegen vermeintlich schwache Gegner wie Mörsch II und Hauenebertstein haben gezeigt, dass wir immer wieder an unsere Grenzen gehen müssen um am Ende der Saison ganz oben zu stehen.

FVM-ONLINE:Deine Karriere als Sänger, dein Job und dann noch der Fußball, welcher auch viel Zeit in Anspruch nimmt...wie bekommt man das alles unter einen Hut?

CHRIS: Fakt ist, es ist anstrengend und z.T sehr intensiv. Aber ich denke ich bin nicht der einzige, der verschiedene Sachen unter einen Hut bekommen muss. Man muss eben ein wenig die einzelnen Sachen gewichten und priorisieren. Ich habe für mich die Entscheidung getroffen, dass Job und Studium immer Vorrang haben, ebenso wie Familie und Partnerschaft. Fußball ist dann weniger als weitere Belastung zu sehen, viel mehr als Ausgleich - trotzdem nimmt es Zeit in Anspruch, welche wiederum an anderen Stellen fehlt. Das alles muss natürlich vom Partner und auch von der Familie unterstützt werden. Dafür bin ich auch sehr dankbar, sowohl meiner wunderbaren Freundin, als auch meinen tollen Eltern, die immer wieder schauen, inwiefern sie mir den Rücken freihalten können (bspw. im Haushalt o.ä.). Auch ein wichtiger Faktor ist die Akzeptanz innerhalb unserer Mannschaft und unseres Trainers, dass wenn man mal nicht zum Training kommen kann oder es später wird, es zu keinen Diskussionen oder gar zu Sanktionen kommt.

FVM-ONLINE:Werden wir dich in Muggensturm bis zu deinem Karriereende, welches hoffentlich in weiter ferne liegt, sehen?

CHRIS: Da ich nicht weiß wo es mich nach Beendigung meines Studiums Anfang 2014 hinziehen wird, kann ich die Frage nur ansatzweise beantworten. Zumindest bin ich mir sehr sicher, dass mein Karriereende beim FVM sein wird. Wann das ist, wird sich zeigen. Aber auch ich hoffe, dass ich noch einige Jahre für den FVM aktiv sein kann.

FVM-ONLINE:Welche sportlichen Ziele hast du dir selbst gesetzt?

CHRIS: Wie bereits gesagt, der Konkurrenzkampf ist groß und jeder Spieler muss immer an seine Grenzen gehen. Wenn man dazu nur unregelmäßig trainieren kann, ist es schwierig richtig Fuß zu fassen. Mein persönliches Ziel ist es folglich, so oft wie möglich zum Einsatz zu kommen und somit meinen Beitrag zum Erreichen unseres großen Ziels zu leisten.

FVM-ONLINE:Danke für diese offenen Worte! Wir wünschen dir für deine sportliche, musikalische und private Zukunft alles Gute!

CHRIS:Vielen Dank für die Möglichkeit auch offen zu Wort zu kommen! Weiterhin viel Erfolg mit FVM-Online!

 

LOT Karlsruhe Web-Banner VI 170x170px.jpg